Mein Freund und ich hatten die Gelegenheit, ein Underground Kipuna in der Grösse 6’2 sowohl in heimischen Ostsee-”Wellen” als auch in ernsthaften portugiesischen Wellen zu testen. Hier einmal grob unsere Eindrücke:
Wir haben das Board jeweils mit tendenziell kleinen Flysurfer-Kites getestet (Psycho4 in 6 und 8qm), das Board war jeweils strapless unterwegs. Die Wellen an unseren Homespots rund um Kiel haben natürlich nicht so viel Power wie anderswo – aber genau deswegen fühlt sich das Board dort zumindest für uns Leichtgewichte sehr gut an. Es gleitet schnell an und hat im Kabbelwasser eine erstaunliche Laufruhe im Vergleich gegenüber kleineren Boards. Trotzdem ist es – einen aktiven Fahrstil vorausgesetzt – auch für Leichtgewichte noch gut zu carven. Auch bei etwas wackeligeren Fusswechseln (z.B. dank Winterschuhen oder Kabbel) verzeiht das Board einiges an Fehlern.
In Portugal gab es im Gegensatz dazu ernsthafte Wellen. Dort war das Board gerade mit überpowerten Kites dann doch schon zu gross. Man konnte zwar schön die Wellen absurfen, aber dort hat auch voller Körpereinsatz manchmal nicht mehr gereicht um das Board rechtzeitig für die nächste Welle positionieren zu können. Hier wäre das kleinere Kipuna in 5’8 für uns wohl besser gewesen, schwerere Fahrer werden hier aber mit Sicherheit kein Problem haben. Was sich genauso wie an der Ostsee anfühlt ist die Laufruhe, auch bei höheren Geschwindigkeiten. Hier gab das Board immer noch Sicherheit.
Zusammengefasst: ein sehr schönes Board, trotz der Grösse auch für Leichtgewichte noch gut zu bewegen. Bei kräftigeren Wellen muss man aber zumindest als Leichtgewicht irgendwann Abstriche machen.
Danke an Mischa / kitejunkie.com für das Bereitstellen des Testboards!
































